Regelmäßige Kreise

regelmäßige Kurse“Warum wächst alles und bleibt nicht einfach klein?” “Was bleibt von mir, wenn ich groß bin?” “Bin ich noch ich?”

Fragen wie diese tauchen mehrmals im Leben auf und verdienen es jeweils von Neuem aufgefangen und bedacht zu werden. Kinder wachsen an den eigenen Fragen und an den Antworten zu denen sie sich in einer Gruppe mühevoll hinarbeiten. Sie lernen es mit Krisen umzugehen und Widersprüche zu verbalisieren.

Die Fähigkeit verständlich Sprechen und seriell Denken zu können, wird beim Philosophieren ständig trainiert, um das viel bedeutendere Ziel, die begründete eigene Erkenntnis, zu erreichen. Gedanken, die nicht eingeordnet werden können, weil sie zum Beispiel aus einer fremden Kultur kommen, müssen ausformuliert und in ihrer Fremdheit erkannt werden. Durch das Formulieren von Gedanken kann der/die erwachsene Philosophierende versuchen, eine Ordnung hineinzulesen und dem Kinde helfen, zu seiner eigenen Ordnung zu kommen. Doch dieses Formulieren muss immer wieder geübt werden.

Keine fremde Gedanken dürfen in dem Kind durch einen Trichter angefüllt werden, sondern soll es sich “gedankentechnisch” selber auf den Weg machen und dafür braucht es eine motivierende philosophische Begleitung, die wir ihm geben wollen. Diese soll es ausrüsten, um zu einem fordernden und bildungsagilen Wesen zu werden. Einen von Erwachsenen gegebenen und verteidigten Schutzraum, um sich eigene Begriffe und Gedanken zu machen, um Halt am eigenen Gedanken zu finden, ist notwendig.