Kants Kinder philosophieren über Nachhaltigkeit

Kants KinderDas Projekt „Kants Kinder philosophieren über Nachhaltigkeit“ wurde mit dem UNESCO Label ausgezeichnet.Logo_UN-Dekade_Offizielles Projekt_2013_2014_rgb

“Kurz, er soll nicht Gedanken, sondern Denken lernen; man soll ihn nicht tragen, sondern leiten, wenn man will, daß er in Zukunft von sich selbsten zu gehen geschickt sein soll.” (Immanuel Kant)

In dieser regelmäßigen Arbeitsgemeinschaft machen wir uns “gedankentechnisch” selber auf den Weg zu den großen Fragen der Philosophie von Immanuel Kant und ergründen diese gemeinsam:

Was können wir wissen? Was sollten wir tun? Was dürfen wir hoffen? Was ist der Mensch? 

Für Kant ist die Unmündigkeit des Menschen “das eigene Unvermögen sich seines Verstandes, ohne die Leitung eines anderen zu bedienen.” (Kant, 1983a. Seite 35) Sie ist selbstverschuldet und gründet auf Faul- und Feigheit des Menschen. Das Selbstdenken sieht er als “den obersten Probierstein der Wahrheit in sich selbst (d.i. in seiner eigenen Vernunft) suchen; und die Maxime, jederzeit selbst zu denken, ist Aufklärung.” (Kant, 1983a. Seite 283) Das Selber denken braucht einen dialogischen Austausch.

Seine Fragen leiten uns automatisch zu Fragen der Nachhaltigkeit: Was können wir von Natur und Umwelt alles wissen? Wie sollen wir nachhaltig leben? Was sollten wir unterlassen? Was dürfen wir hoffen? Was ist der Mensch? Was macht ihn aus, wenn Kontrolle vor Naturverbundenheit überwiegt? Wieviel Natur sind wir?

In der Arbeitsgemeinschaft haben wir Spaß am eigenen Denken und probieren neue, auch mal ganz verrückte, Gedankengänge aus. Fiktionen, die nicht eingeordnet werden können, weil sie zum Beispiel aus einer fremden Kultur kommen, formulieren wir aus und erkennen das Unbekannte an ihnen.

Jeder kann philosophieren und braucht dazu kein Studium. Durch das sprachliche Verarbeiten des eigenen Denkvorgangs nimmt der und die Philosophierende Abstand vom Alltag und der Überflutung mit künstlichen Bildern. Er und Sie nimmt sich die Muße, eine Auszeit, in der allein ein Verstehen stattfinden kann. Damit ebnen wir den Weg zu den eigenen Bildern.

Paidosophos philosophierte schon an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt, der Eleonoren Schule in Darmstadt, der Justus-Liebig Schule in Darmstadt, der Bessunger und der Frankensteiner Grundschule in Darmstadt.