Walderfahrungen

Walderfahrungen„Wem der Erhalt unserer Natur oder das Wohl und Wehe der nachwachsenden Generation nicht am Herzen liegt, der wird auch seine Sinne nicht schärfen und nicht bemerken können, wie sich in der Natur oder in den Kindern ganz langsam, aber stetig etwas verändert, wie dort etwas verschwindet, was eigentlich für unser aller Überleben auf diesem Planeten unentbehrlich ist.“   Gerald Hüther

Ob in einzelnen Waldtagen, an Projekttagen oder als einwöchige Ferien- oder Schulveranstaltung. Dem Zauber des Waldes kann man sich unterschiedlich nähern.

Alles was uns nährt- philosophische Waldtage

Teilnehmende: ab Grundschule; Rahmen: ein Tag; Ort: Wald, Veranstalter: Paidosophos

Was nährt uns, was zerstörrt uns? Welche Spuren davon habe ich an mir? Welche Spuren habe ich schon hinterlassen? z.B. Müll im Wald. Welche Erinnerungen haben die anderen an mich, welche Spuren hinterlasse ich bei anderen? Das werden die philosophischen Fragen sein, die uns an diesem Tag begleiten.

Wir bauen an diesem Tag im Wald etwas und hinterlassen es auch, so dass jeder die Möglichkeit hat nachzusehen, wie es sich verändert.  Sterben und Vergehen thematisieren wir gerne mit Feuer. Wie wichtig ist das Feuer? Wie wirkt sich unsere Verantwortung im Leben aus?

Philosophieren mit Kindern zum Naturbegriff

Teilnehmende: Grundschulkinder und Fünftklässler; Rahmen: Projekttag, beliebig ausweitbar auf mehrere Tage; Ort: Schule oder Wald, Veranstalter: Paidosophos

Für ein bis zwei Projekttage: Dem Naturbegriff werden wir uns abstrakt über ein Brainstorming nähern. Daraus ergeben sich philosophische Fragen, die nach einer Gewichtung philosophisch ergründen werden. Die Dipolarisierung von Natur und Kultur bleibt dabei nicht aus. Es werden mindestens zwei philosophische Gespräche geführt. Als Abschluss des ersten entsteht eine Skulptur für ein Museum, die uns die jeweiligen Facetten von Natur, die wir im Gespräch herausgearbeitet haben zur Schau stellen. Als Abschluss des zweiten Gesprächs entsteht ein eigenes Naturspiel, das unsere Ergebnisse des Gesprächs anderen darlegt.

Für eine Projektwoche: In der Woche wird abwechselnd körperlich und sprachlich philosophiert. Dem Naturbegriff gehen wir täglich durch einen philosophischen Dialog auf die Spur und ergänzen diesen mit körperlich, theatralen Erfahrungen. Jeden Tag legen wir einen neuen Schwerpunkt, wie z.B. Natur in Abgrenzung zu Mensch, Kultur, Wissenschaft ect.. Sprache hat ihre Grenzen, Emotionen brauchen mehr Raum und finden einen geeigneten Ausdruck in Körperinszenierungen. Ein philosophisches Theater zur Natur rundet unsere Projektwoche ab.

Jugendliche erleben Natur intensiv

Teilnehmende: 12-16Jährige; Rahmen: einwöchige Ferien/Schulveranstaltung; Ort: Wald, Veranstalter: Paidosophos in Kooperation mit einem/einer Waldpädagogen/in

In Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten Waldpädagogen/in bietet Paidosophos diese einwöchige intensive Naturerfahrung an. Wir werden eine Woche einen wunderschönen Ort im Wald erkunden und als unsere neue Heimat auswählen. Wie Robinson Crusoe lernen wir unsere Fähigkeiten (Feuermachen, Werkzeug herstellen, Überleben, notwendige Gesellschaftsstrukturen) schöpferisch kennen. In einer positiven Erfahrung von Gemeinschaft kommen neue Stärken zur Geltung. Wir treffen uns täglich nachmittags am Lagerfeuer und führen philosophische Gespräche über unsere Beziehung zur Natur. Diese philosophische Gespräche sind einmal Metagespräche zu den Irritationen, denen wie in der Wildnis neu ausgesetzt sind. Sie sind auch Reflexionen der Bedeutung unseres Naturbegriffes nach dem wir Handeln. In den letzten Tagen philosophieren wir über unsere konkreten Einwirkungen auf Gesellschaftsentwicklungen, wenn wir diesen Wald verlassen und ein Alltag uns wieder einholt.