offenes Philosophieren allein für Denkerinnen

Die Philosophinnen unserer Geschichte, wie Aspasia von Milet, Diotima von Mantinea, Hipparchia von Maroneia, Katharina von Alexandrien und Hypatia von Alexandria, sind weniger bekannt als ihre männlichen Zeitgenossen Sokrates, Aristoteles und Thales, selbst wenn sie als Lehrerinnen und Wegbereiterinnen der Philosophiegeschichte auftraten. Es wird Zeit Philosophiegeschichte fortzuschreiben und mit Denkerinnen der Neuzeit philosophische Fragen, wie zum Beispiel die Frage nach dem Sinn des Seins zu erforschen. Diese Frage darf auch im Sinne Hüthers niemals zu einem Tabu werden und bringt jeweils die eigene Menschlichkeit zum klingen.

 „Deshalb ist die Frage nach der Sinngebung des eigenen Daseins in unserem Kulturkreis zu einem Tabu geworden. Sie darf nicht von allzu vielen Menschen gestellt und erst recht nicht von allzu vielen Menschen für sich selbst beantwortet werden. Sonst geriete die Stabilität unseres gegenwärtigen gesellschaftlichen Systems in allergrößte Gefahr. Aber indem wir dieser Frage ausweichen, geraten wir in Gefahr, in unserem Leben die Orientierung zu verlieren. Dann fehlt uns der innere Kompass, der unserem Denken, Fühlen und Handeln eine Richtung verleiht. Und dann kann in uns auch kein Gefühl entstehen, das uns sagt, ob wir noch im Einklang mit uns selbst sind.“ Zitat aus Hüther, Gerald. 2017. Raus aus der Demenzfalle! Wie es gelingen kann, die Selbstheilungskräfte des Gehirns rechtzeitig zu aktivieren. Arkana Verlag: München.

Wir suchen Verstärkung in unserem Denkerinnen Team, das sich ab September 2020 regelmäßig in Darmstadt und im Umkreis treffen möchte. Wir hoffen du bist dabei?

Birgit Becker von Paidosophos, dem Institut Philosophieren aus Weiterstadt, lädt ein und begleitet das Angebot als philosophische Moderatorin. Die Veranstaltung ist kostenfrei und basiert auf Spenden.

Literaturempfehlungen:

Brüning, Barbara: Kleines Lexikon großer Philosophinnen und Philosophen; Leipzig 2004

Barbara Brüning. Frauenweisheit. Leipzig: Buchverlag für die Frau 2018, 6. Auflage

Barbara Brüning. Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn, Gertrud die Große – Mit den Augen der Seele schauen. (Darstellung der Philosophie der Mystikerinnen des Klosters Helfta bei Eisleben). Leipzig: Militzke 2008

Barbara Brüning. Simone de Beauvoir – Der Tod ist der Stachel des Lebens (Gelebte Philosophie) (Deutsch) Gebundene Ausgabe – 10. September 2007

Gerald Hüther. Raus aus der Demenzfalle. 2017

Meyer, Ursula (Hrgs.): Philosophinnenlexikon; Leipzig 1997

Rullmann, M. (u.a.) (1994). Philosophinnen. eFeF-Verlag

Anmeldung bei der Organisatorin und Ansprechpartnerin von Paidosophos: Birgit Becker, b.becker@paidosophos.de, 06150 5048291